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Selbstfürsorge als Basis von Handeln

Ich bin Speakerin bei der 6. internationalen NVR Konferenz in Linz an der Donau, Österreich «Von der Angst zum Vertrauen zur Kooperation, Wie wir die Angst überwinden, uns vertrauensvoll miteinander verbinden und respektvoll zusammenarbeiten können / From FEAR to TRUST to COOPERATION New Authority & Non Violent Resistance in Human Relations and Society» vom 13. – 15. Mai 2021. Dort werde ich einen Impulsworkshop über Selbstfürsorge halten, wo die Teilnehmenden ihre eigene Selbstfürsorge tiefer erarbeiten, was eine große Unterstützung für die Umsetzung der 7 Säulen der Neuen Autorität bedeutet.

Achtsamkeit und Selbstfürsorge

Achtsamkeit und Selbstfürsorge sind bestimmend für unsere Energie, Kraft und gute Selbstwahrnehmung. Sie geben uns Sicherheit, Vertrauen und Optimismus, sie helfen uns dadurch, Ängste zu überwinden und das Gefühl der Verbundenheit mit sich und anderen zu erfahren.

«Es gibt Wichtigeres im Leben als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.» (Mahatma Ghandi)

Fühlen wir uns energielos, kraftlos oder antriebslos hilft uns selbstfürsorgliches Handeln. Dadurch können wir unser «Energiefass» (1) wieder füllen und mit mehr Leichtigkeit aktiv werden. Aktiv zu sein gelingt uns müheloser. Selbstfürsorge, für sich selbst sorgen, ist auch ein sehr wichtiger Baustein, eine Voraussetzung, um präsent sein zu können. Präsenz in der Neuen Autorität beschreibt Anton Jessner in seinem Blogartikel 

Führungsaufgabe „Beziehungsgestaltung durch Präsenz statt Distanz“

Körperwahrnehmung

Spüren wir unseren Körper, spüren wir uns selbst. Eine gute Selbstwahrnehmung ist notwendig, um körperlich präsent zu sein. Um uns in unserem Körper zu spüren, brauchen wir Achtsamkeit, Energie und auch Kraft, uns entsprechend auszurichten.

Haben wir ein gutes Körpergefühl, nehmen wir auch unsere Grenzen wahr. Unsere inneren und äußeren Grenzen zu erkennen ist eine Grundvoraussetzung, um Selbstfürsorge ausüben zu können. Was tut mir gut, was tut mir weniger gut, was schadet mir gar, können wir damit in allen Nuancen erspüren und beantworten.

«Der Geist ist alles, was du denkst, das wirst du.» (Buddha)

«Der Körper ist alles, was du spürst, das wirst du.» (Birgit C. Krammer)

In unserem Körper wahrhaftig zu sein, unseren Körper zu spüren, gibt uns auch Halt und innere Sicherheit. Oft sind wir sehr in unseren Gedanken, der Geist zieht uns weg, dann gilt es immer wieder in den Körper zu kommen. Bei Selbstreflexion oder Selbstregulation, welche u.a. zwei wichtige Komponenten der Neuen Autorität sind, hilft uns eine gute Körperwahrnehmung, weil wir unsere Emotionen über den Körper wahrnehmen und unseren Geist und Emotionen auch über den Körper beeinflussen und transformieren können. Durch Embodiment, die Wechselwirkung von Körper und Psyche, können Körperhaltungen die Psyche positiv beeinflussen und Emdbodiment ist somit auch eine wichtige Ressource der Selbstfürsorge. Wenn Sie mehr dazu erfahren wollen, empfehle ich dieses Buch, u.a. von Maja Storch: Embodiment. (2)

Ängste überwinden

Selbstfürsorge läßt Vertrauen in sich und damit auch zu anderen wachsen. Mut nimmt zu und Angst nimmt ab. Wie können wir unsere Ängste überwinden? Zuerst hilft einmal die Selbstwahrnehmung, dass wir überhaupt spüren, «Ich habe Angst.» oder «Das macht mir Angst.» Ein weiterer Schritt folgt, indem wir diese auch zulassen und akzeptieren, seien es konkrete Ängste oder diffuse Ängste, sie dürfen sein. Wir erlauben uns Ängste und verdrängen sie nicht. Auf der anderen Seite bauen wir unseren Mut auf.

Ein achtsamer Umgang mit sich ermöglicht auch einen achtsamen Umgang mit anderen, wir können uns füreinander öffnen, Nähe zulassen, in einen achtsamen Kontakt zueinander treten und dadurch Verbundenheit erfahren. Das gibt uns wiederum Sicherheit, Sicherheit hilft, um vielleicht notwendige oder erwünschte Veränderungen zulassen zu können, die Angst davor zu überwinden. Oder wir nehmen unsere Ängste einfach mit und dadurch verschwinden sie.

Nur wenn wir unsere eigenen Bedürfnisse wahrnehmen, können wir auch die Bedürfnisse anderer, von Kindern, KollegInnen, Kunden z.B., wahrnehmen und anderen helfen.

Eine gute Beziehung zu sich selbst beeinflusst auch die Beziehungen zu anderen positiv.

Was auch noch dahinter steckt, bei „Pandemiemüdigkeit“ oder „Lockdownmüdigkeit“ kann Selbstfürsorge helfen: in einem am 23.4.2021 im Der Standard erschienenen Artikel wird die „Pandemiemüdigkeit“ (2) als ein großer Energieverlust beschrieben. „Grundsätzliche Erschöpfung, die von Betroffenen aufgrund der Corona-Situation und der damit einhergehenden psychischen Belastungen verspürt wird. Oft unerkannt, weil der Energieverlust ständig und hintergründig geschieht. Beispiel: Früher war ich nach einem Arbeitstag nicht so erledigt – heute bin ich um sechs Uhr abends einfach völlig erschöpft, ich bin so pandemiemüde!

Selbstfürsorge ist die wichtigste Grundlage der Resilienz, wer die eigene psychische Widerstandskraft, die eigene Resilienz stärken will, beginne damit, für sich selbst gut zu sorgen, dann bekommt man Energie, die anderen Schlüssel der Resilienz oder auch der Neuen Autorität umzusetzen oder zu stärken.

Übung: Ein-Minuten-Achtsamkeitsatmung

Wie können Sie beginnen? Eine einfache Übung ist die «Ein-Minuten-Achtsamkeitsatmung»: Pausieren Sie Ihre Handlung und halten Sie inne. Im Alltag – vor Ihrem Computer sitzend, auf den Bus wartend oder beim Wäsche Aufhängen – halten Sie einen Moment kurz inne, sagen Sie „Ja“ zu diesem Moment ohne etwas verändern zu wollen. Beobachten Sie nun für eine Minute Ihren Atem. Nehmen Sie Ihren Körper wahr, wo gibt es Spannungen, wo sind Stellen, die sich weich und locker anfühlen? Folgen Sie mit Ihrer ganzen Aufmerksamkeit dem Ein- und Ausatmen. Wenn Sie die Augen schließen gelingt es leichter. Wie fließt der Atemstrom durch Ihren Körper? Wie tief geht die Atmung? Sie können zählen, wieviele Atemzüge Sie in einer Minute machen. Sie können JETZT die Augen schließen und sich eine Minute lang nur auf Ihre Atmung konzentrieren…………

Glückwunsch, Sie haben bereits erfolgreich eine Minute Selbstfürsorge für sich betrieben, sich in Körperwahrnehmung geschult und einen ersten Schritt zu mehr Präsenz getan!

Foto © Birgit C. Krammer

In einem weiteren, am 23.4.2021 im Der Standard erschienenen Artikel wird die Erschöpfung und Müdigkeit verursacht durch Videokonferenzen beschrieben, die „Zoom-Fatigue“ (3).

Dem können wir gegenübertreten mit einem tieferen Hinterfragen „Was brauche ich wirklich, damit es mir wieder besser geht? Was tut mir gut und wie kann ich es umsetzten?“ Das heißt auch, wie kann ich meine psychische Widerstandskraft stärken, meine Resilienz? Die Ziele von Resilienz sind einerseits, psychisch gesund zu bleiben, einen gelingenden Umgang mit Frust zu leben und herausfordernde Lebensphasen und Übergänge bestärkend zu begleiten. Das heißt wiederum, wie kann ich meine Erschöpfung umpolen?
Ihr Nutzen von Resilienz und Resilienz-Trainings ist: Akut: Mit Resilienz meistern Sie aktuelle Krisen besser und leichter. Nach der Krise: Durch Resilienz sammeln Sie Kraft für den Neustart. Präventiv: Sie stärken Ihr Krisen-Immunsystem.

Für eine notwendige Stärkung der Resilienz und wie wir diese trainieren können spricht auch ein Artikel vom 22.4.2021 im Der Standard: «Unruhezustände, depressive Symptome, Ängste und Schlafprobleme, Beziehungsstörungen, Überlastung, etwa in Form von gesteigerter Gereiztheit. Bei knapp einem Drittel ist diese Gereiztheit mittlerweile sogar chronisch. Solidarität, wechselseitige Unterstützung und ein Gefühl von sozialer Geborgenheit sind jedoch zum Erhalt psychischer Gesundheit von zentraler Bedeutung» (4)

Die 7 Resilienz-Schlüssel und ihre Grundlagen können wir stärken und damit mehr psychische Widerstandskraft erfahren. Wenn Sie mehr über Resilienz wissen möchten und wie Sie sie für sich steigern können, kommen Sie zu meinem Resilienz-Training. Ich biete ein 2-Tages-Resilienz-Training (5) an, wo wir in der Gruppe die Resilienzschlüssel und Grundlagen durchgehen und alle spezifisch für sich selbst erarbeiten.

Wissenswertes rund um die Selbstfürsorge erfahren Sie in meinem Resilienz-Training online warum sie wichtig ist, was sie sein kann, wann sie für die Gesundheit von großer Bedeutung ist. Die Teilnehmenden erforschen und erarbeiten, was Selbstfürsorge für sie selbst bedeutet und wie sie sie umsetzen können.

Wenn Sie ein auf sich persönlich abgestimmtes Training präferieren, machen wir uns einen Termin für ein 1-Tages-Personal Resilienz Training (5) aus, wo ich mit Ihnen die Resilienzschlüssel und Grundlagen durchgehe und ich beim Erarbeiten dieser individuell auf Sie persönlich eingehen kann.

„Verbringe jeden Tag einige Zeit mir dir selbst.“ (Dalai Lama)

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen jetzt einen für Sie erfolgreichen Tag unter dem Motto: „lebe statt leiste“!

Für Infos, Anfragen und Anmeldung schreiben Sie einfach an: info@bckrammer.com

Anmerkungen

(1) Das “Energiefass” ist eine Übung aus meinem 2-Tages-Resilienz-Training

Literaturverzeichnis

(1) Embodiment. Die Wechselwirkung von Körper und Psyche verstehen und nutzen, von Maja Storch, Benita Cantieni, Gerald Hüther, Wolfgang Tschacher
(2) https://www.derstandard.at/story/2000126062204/die-woerter-die-uns-in-der-pandemie-fehlen
(3) https://www.derstandard.at/story/2000126062917/warum-videokonferenzen-ermueden
(4) https://www.derstandard.at/story/2000126026687/studie-die-psychosoziale-situation-in-oesterreich-ist-prekaer
(5) bckrammer.com